Tipps für einen bienenfreundlichen Garten

Das Wohlergehen von Bienen und anderen Insekten ist für viele Menschen sehr wichtig. Deshalb haben wir uns mit unserem Partner, der Bienenbotschaft, ausgetauscht und acht hilfreiche Tipps sowie interessante Hintergrundinformationen zusammengestellt, mit denen Sie Ihren Garten, Ihre Terrasse oder Ihren Balkon bienen- und insektenfreundlich gestalten können.
Wichtig: Denken Sie bei der Gestaltung Ihres Gartens nicht nur an die Bienen, sondern an alle Insektenarten. Schließlich sind diese Tiere in erster Linie für die Bestäubung und nicht für die Honigproduktion wichtig.

1. Füttern Sie die Bienen über das ganze Jahr

„Bei der Auswahl von Pflanzen für Garten und Terrasse sollten Sie sich möglichst für heimische Pflanzen entscheiden, da sich die Wildbienen an die heimischen Futterpflanzen angepasst haben“, erklärt Moses von der Bienenbotschaft. Sie sollten eine wildblühende Pflanzenart stets kultivierten Arten vorziehen. Vermeiden Sie Blumen mit gefüllten Blüten: Sie sehen zwar schön aus, die vielen Blütenblätter versperren den Bienen jedoch den Zugang zu Nektar und Pollen. Daher sind sie als Nahrungsquelle wertlos. Entscheiden Sie sich stattdessen für eine Mischung aus biologisch gezüchteten Pflanzen, die das ganze Jahr über blühen und Insekten mit Nahrung versorgen. Die Bienen werden Ihnen für die beinahe unerschöpfliche Nahrungsquelle danken, insbesondere am Anfang und am Ende der Vegetationsperiode, also im Frühjahr und Herbst. Die folgenden Pflanzen eignen sich besonders gut:

Early Bloomers
Frühblüher
Zwiebelgewächse wie Krokusse, Winterlinge, Buschwindröschen und Traubenhyazinthen, aber keine kultivierten Tulpenformen. Weiden, als Vertreter der Bäume, die von März bis Mai blühen, sind eine wertvolle Nahrungsquelle. Sie sind in verschiedenen Größen und Formen erhältlich, damit sie in jeden Garten zu passen.
Summer favourites - Phacelia (Bienenfreund)
Favoriten im Sommer
Die bienenfreundlichste Pflanze von Bienenbotschaft für den Sommer ist die Phazelie, auch Bienenfreund genannt. Eine weitere hervorragende Nektarquelle ist der Gelbe Steinklee (Melilotus officinalis). Wenn Sie mehrjährige Wiesenblumen säen möchten, ist es am besten, heimische Wiesenblumen wie Tauben-Skabiose, Wiesensalbei oder Hufeisenklee zu verwenden.
Native Flowering Shrubs
Heimische blühende Sträucher
Weißdorn, Schlehdorn, Wildrosen, Weiden, Kirsch- und Flamingo-Weiden sind ebenfalls eine tolle Wahl.
Bulbs
Zwiebelgewächse
Lauch- und Zwiebelblumen sind schmackhaft für Menschen, aber auch bei Bienen beliebt. Traubenhyazinthen, Milchsterne, violette Zwiebeln und wilde Tulpen sind ansprechende Zierpflanzen. Kultivierte Tulpen und Doppelvarianten sind dafür weniger geeignet.
Wild perennials
Mehrjährige Wildblumen – Favoriten
Schaffen Sie zwischen den Zierstauden in Ihrem bienenfreundlichen Garten etwas Platz für diese Wildstauden: Aufrechter Ziest, Echte Betonie, Woll-Ziest, Taubnesseln, Schwarznessel, Echtes Herzgespann, Gewöhnlicher Blutweiderich, Punktierter Gilbweiderich, Wilde Karde, Distel, Alante und Magerwiesen-Margerite.
Bee and Lavender
Küchenkräuter
Pflanzen Sie Thymian, jede Art von Salbei, Lavendel und Rosmarin in Ihrem Küchengarten oder Spiralbeet, um Bienen eine Freude zu machen.
Flowers
Kreuzblütengewächse
Kreuzblütengewächse bieten den Bienen eine reiche Ernte: Wilder Senf, Weißer Senf, Gewöhnliche Nachtviole, Winterkresse, Scharfkraut, Gänsekresse, Gelber Wau, Färber-Wau, Schaumkraut und Blaukissen.
Flowers
Wiesenblumen
Diese Sorten sind ein wunderschöner Anblick auf einer Wiese. Warum also nicht auch in Ihrem Garten? Bienen lieben Atlantische Hasenglöckchen, Hornklee, Kornblumen, Wiesensalbei, Esparsette, Gänseblümchen, Schafgarbe, Vogel-Wicke, Zaun-Wicke, Skabiosen und Witwenblumen.
Automower 330X

2. Wiese oder Rasen?

Jeder Gärtner sollte sich überlegen, ob er oder sie eine Wiese mit Kräutern oder einen grünen Rasen bevorzugt. Beide Möglichkeiten bieten große Vorteile. Bei größeren Grundstücken muss eine ausgedehnte, gepflegte Wiese seltener gemäht werden und bietet gleichzeitig einen wertvollen Lebensraum für Wildtiere. Viele Familien wünschen sich jedoch einen Rasen ohne Kleeblätter und andere Kräuter, damit ihre Kinder barfuß im Garten herumtoben können, ohne dabei gestochen zu werden.

Cherry blossom

3. Bienenfreundliche Bäume, Hecken und Sträucher

„Hecken, Sträucher und Bäume sind vor allem in Städten nicht nur eine wichtige Nahrungsquelle für zahlreiche Insektenarten, sondern dienen ihnen auch als Versteck und als Nistplätze“, erklärt Antonio von der Bienenbotschaft. Deshalb sollten Sie – auch in kleinen Gärten – (verschiedene) einzelne Sträucher an ausgewählten Orten frei wachsen und sie blühen und Früchte tragen lassen. Auch in kleinen Gärten ist eine Mischung verschiedener Sorten ideal, damit Insekten zu jeder Jahreszeit Nahrung finden können.

Die folgenden Sträucher eignen sich besonders gut für Bienen: Kornelkirsche (Cornus mas), Weißdorn (Crataegus) und wilde Rosensträucher. Bei den Bäumen sollten Sie sich für Kätzchenweiden (Salix caprea), Obstbäume wie Wildkirsche oder Apfel und (auch wenn diese nicht heimisch sind) Bienenbäume (Euodia hapehensis) entscheiden.

Rustic wall

4. Es muss nicht immer eine riesige Wiese sein: Spiralbeete und „wilde Ecken“

Duftend, schmackhaft und – laut Aussage der Bienenbotschaft – ein echter Gewinn für Biene und Mensch: Spiralbeete, die mit Kräutern wie Salbei, Majoran, Thymian usw. bepflanzt sind, bieten viel Nahrung für Insekten. Sie dienen den Bienen das ganze Jahr über als Nahrungsquelle: Rosmarin blüht im Frühjahr, Salbei in den Sommermonaten, Brunnenkresse sogar bis in den September und Thymian blüht bis in den Oktober. Darüber hinaus sind die zahlreichen Löcher, Risse und Hohlräume in Beeten dieser Art die ideale Brutstätte für Bienen.

Flowers and plants

5. Bienen- und Insektennahrung auf Balkonen und Terrassen

Sie können Ihre Terrasse und Ihren Balkon ganz einfach mit Blumenkästen oder -töpfen in ein Bienenparadies verwandeln. Die Bartblume (Caryopteris) ist dafür besonders gut geeignet. Weitere Tipps für besonders bienenfreundliche Blumentöpfe:

  1. Eine spät blühende Mischung von Blumen, die bis Oktober blühen: Ringelblume, Löwenmaul und Brunnenkresse.
  2. Eine Mischung aus Kräutern und Blumen: Zitronenmelisse und Thymian mit Glockenblume oder Tagetes.
  3. Köstlich für Mensch und Biene: Erdbeere, Aubergine, Paprika oder Chilis sowie Topftomaten.
  4. Duftende Kräuter: echter Lavendel, Salbei, Zitronen-Thymian und Oregano.
Bee hotel

6. Nisthilfen für Bienen

Neben geeigneten Pflanzen sind Nisthilfen für die Nahrungssuche in einem Radius von 200 bis 300 Metern um die Pflanzen für Wildbienen unerlässlich. Leider bieten viele der auf dem Markt erhältlichen Nisthilfen für Wildbienen nicht die gewünschten Vorteile, weil sie aus ungeeigneten Materialien gefertigt oder nicht richtig konstruiert sind. Die zuvor erwähnten naturbelassenen Bereiche, alten Mauern und Totholzhaufen sind oft bereits vorhanden, um den Bienen zu helfen.

7. Wasser nicht vergessen

Auch Insekten müssen trinken. Kleine Ausbuchtungen in großen Steinen oder Vogelbäder mit einem großen Stein, die an sonnigen Tagen mit Wasser gefüllt sind, sind die idealen Plätze für Bienen, um sich mit Flüssigkeit zu versorgen. Natürlich sind auch Gartenteiche hervorragende Wasserquellen für viele Tiere und Insekten. Wussten Sie übrigens, dass viele Wildbienen das Wasser nicht nur zum Trinken, sondern vor allem auch zum Bauen ihrer Nester brauchen? Sie verwenden das Wasser, um ihre Brutzellen zu verstärken.

8. Keine Pestizide

Personen, die einen natürlicheren Garten bevorzugen, versuchen, den Einsatz von Pestiziden und Kunstdüngern zu vermeiden. Es gibt für die meisten Mittel wirksame, natürliche Alternativen. Der Einsatz von Nutzinsekten zur Bekämpfung von Schädlingen wurde beispielsweise eingehend getestet. Diese Insekten können heute ganz einfach und günstig online bestellt werden. Im Zweifelsfall ist das Entfernen oder Trimmen von kranken oder von Schädlingen befallenen Pflanzen auch in bienenfreundlichen Gärten eine wirksame Alternative.

HUSQVARNA-TIPP: Dank seines akkubetriebenen Antriebs mäht der Automower®-Mähroboter nicht nur leise und ohne direkte Emissionen, sondern reduziert mit seinem Mähsystem auch den Bedarf an Dünger und anderen Produkten. Der millimeterfeine Grasschnitt wird sofort als Dünger auf dem Rasen verteilt. Das Mähsystem, bestehend aus einer Mähscheibe und kleinen rotierenden Klingen, erzeugt kaum Saugkraft, wodurch das Risiko reduziert wird, dass Insekten vom Boden aufgesaugt werden.

Jeder Hobbygärtner kann durch verschiedene Ansätze für einen bienenfreundlichen Garten zum Wohlergehen unserer wertvollen Bienen beitragen.

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Denken Sie an die Bienen und schützen Sie die Blumen mit dem temporären Zaun des Automower®-Mähroboters

Diese robusten Stahlbögen sind die ideale Lösung, wenn Sie einen bestimmten Rasenbereich vorübergehend abgrenzen möchten, damit Ihr Automower®-Mähroboter dort nicht mäht. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn die Frühlingsblumen blühen, der aufblasbare Swimmingpool im Garten steht oder frisches Gras gesät wurde. Die Umzäunungsbögen sind zuverlässig und extrem einfach zu bedienen – Sie müssen weder Ihren Installations- noch den Zeitplan Ihres Mähroboters anpassen.