Vom Profi


Oberste Liga – Kiah Martin über ihren Titel als eine der besten Baumpflegerinnen weltweit

Können Sie sich noch daran erinnern, als Sie als Kind auf Bäume kletterten? Einige von uns klettern noch immer und arbeiten heute als Baumpfleger. Und manche davon sind die besten der Welt. Wie zum Beispiel Kiah Martin, Baumpfleger-Weltmeisterin aus Melbourne. Dies ist ihre Geschichte.

„Das erste Mal, als ich berufsmäßig mit Bäumen in Berührung kam, half ich bei einem Buschlandsanierungsprojekt in den frühen Neunzigern. Das hat mein Interesse an der Arboristik geweckt, und in den späten Neunzigern habe ich mich dann für ein weiterführendes fachbezogenes Studium am Burnley College in Victoria eingeschrieben.“

„Ich dachte, es geht einfach nicht, dass jemand von diesem Ast auf den anderen kommt. Aber am Ende ging es dann doch!“


„Eine der Anforderungen des Kurses beinhaltete das Klettern auf Bäume. Und trotz meiner ursprünglichen Skepsis habe ich es am Ende geschafft und festgestellt: Man kann von diesem Ast auf den anderen kommen. Ich schloss meine Baumausbildung ab und kümmerte mich rund zehn Jahre lang um die Bäume in den Royal Botanical Gardens in Melbourne und Cranbourne.“

„Vor und nach dieser Stelle arbeitete ich in verschiedenen Jobs, aber letztendlich bekam ich über mein eigenes kleines Unternehmen TreeStyle Pty Ltd. ausreichend Arbeit.“

„Ich lebe und arbeite nun schon seit fast zwanzig Jahren in Melbourne und hatte während dieser Zeit unglaubliches Glück, mit einigen der bekanntesten Baumkletterer und Menschen aus der Forstwirtschaft hier in Victoria, im gesamten Land und auf der ganzen Welt zusammenzuarbeiten.“

„Ich arbeite zur Zeit als Dienstleister für viele verschiedene Privatkunden, betreue Studenten der Arboristik bei ihren Prüfungen und leiste immer noch ehrenamtliche Arbeit für die vielen Organisationen, mit denen ich in den letzten 20 Jahren erfolgreich zu tun hatte.“

Wie würden Sie Ihre Arbeitsumgebung beschreiben?

„In der freien Natur! Meine Arbeit ist sehr abwechslungsreich. Dazu zählt eine Kombination aus Boden- und Hebearbeiten, wie das Baumklettern und der Betrieb von Anlagen und Maschinen, über die Betreuung und das Unterrichten von Studenten der Arboristik bis hin zur Mitgliedschaft in Ausschüssen, in denen die Vorteile von Bäumen sowie ihr Wert und ihre Bedeutung in der Gemeinschaft im Mittelpunkt stehen.“

„Ich hatte bis jetzt das unglaubliche Glück, mit einigen der bekanntesten Baumkletterer und Menschen aus der Forstwirtschaft im gesamten Land und auf der ganzen Welt zusammenzuarbeiten.“


Welches sind die größten Herausforderungen bei der Baumpflege in Australien?

„Das Wetter, unterschiedliche Niveaus bei der Kompetenz und Erfahrung von Arbeitern, anspruchsvolle Kundenerwartungen und manchmal auch die Tatsache, dass es einfach nicht lange genug hell ist, um die ganze Arbeit zu erledigen.“

Welches sind für Sie die wichtigsten Faktoren, um Ihre Arbeit sorgfältig erledigen zu können?

„Eine gründliche Planung und die Klarheit von Anfang an darüber, was genau erwartet wird. Dazu Klettergeschick, Fachkompetenz und die Liebe zum Detail in der Baumkrone. Die Effizienz und Wirksamkeit einer aufmerksamen Truppe am Boden ist ebenfalls wichtig. Und natürlich, dass nach erledigter Arbeit die gesamte Truppe gründlich und durchdacht aufräumt.“

Ist der Sicherheitsaspekt beim Arbeiten mit Motorsägen beim Baumklettern ein Problem?

„Auf jeden Fall. Deshalb trage ich immer Warnschutzkleidung mit einer widerstandsfähigen Schnittschutzhose und strapazierfähigen Arbeitsjacke, die unter den meisten Witterungsbedingungen bequem sitzt. Zusätzlich trage ich robuste Kletterschuhe in der Baumkrone, Sicherheitsstiefel für alle Arbeiten am Boden und einen Schutzhelm mit Gehörschutz vorzugsweise in Signal- oder anderen kräftigen Farben. Die entsprechende Schutzbrille wähle ich je nach Bedingungen aus – gelbe oder polarisierte Brillengläser oder Brillengläser aus Rauchglas – und in der Regel arbeite ich nie ohne Schutzhandschuhe.“

Ein ganz normaler Tag im Leben von Kiah Martin?

„Ein normaler Arbeitstag beginnt etwa morgens um 7:30 Uhr mit einsatzbereiten Werkzeugen vor Ort. Die Truppe trifft ein, wir gehen gemeinsam die anstehenden Arbeiten durch und besprechen etwaige unklare Punkte auf der Arbeitsliste oder spezielle Vorbereitungen. Im Anschluss meldet sich jeder ab, und wir machen uns auf den Weg zu den Bäumen oder den Stellen, die jedem von uns zugeteilt wurden. Wir arbeiten eng als Team zusammen und kommunizieren klar und deutlich miteinander.

„Wir versuchen den Geräuschpegel möglichst gering zu halten, wenn es die Situation erlaubt. Jeder arbeitet konzentriert und sorgfältig mit der Ausrüstung, die für die entsprechende Aufgabe geeignet ist. Ein Arbeitstag bringt in der Regel intensives Baumklettern mit sich. Deshalb brauchen wir spezielle Kletterausrüstungen und dazu kann auch die Arbeit mit dem Seil gehören einschließlich mehrerer Sägen für die Verwendung beim Klettern und am Boden sowie große Maschinen. Und zwangsläufig müssen wir die Abfallprodukte unserer Arbeit für die Wiederverwendung in den Garten eines anderen nahe gelegenen Kunden transportieren.

„Die Mittagspause trifft oft mit einer Mulchlieferung zusammen, und danach geht es wie zuvor weiter, bis wir die Arbeiten abschließen, unsere Arbeitsstelle gründlich aufräumen, mit dem Kunden die Abnahme machen, um sicherzustellen, dass dieser mit unserer Arbeit auch vollauf zufrieden ist, und dann zu unserem Ausgangspunkt zurückkehren. Allerdings sind die meisten Tage eher außergewöhnlich – aus dem einfachen Grund, weil die Truppen hervorragend sind und die Arbeit immer eine Herausforderung darstellt.“

Welches ist Ihr kostbarstes Arbeitsgerät?

„Das wäre wohl ein Falteimer mit Wurfleine und drei Wurfbeutel von Harrison Rocket. An zweiter Stelle kommt gleich danach meine Husqvarna T540XP, eine TopHandle-Motorsäge, die sich für fast alle Arbeiten bei größeren Ausschneide- und Fällarbeiten eignet.“

Was assoziieren Sie mit der Marke Husqvarna?

„Lange Tradition, solide Partnerschaften und zukunftsweisende Technik. Aber auch echtes Engagement im Bereich der Entwicklung moderner Ausrüstungen, Leidenschaft für die Branche und unter allen Einsatzbedingungen zuverlässige Geräte.“

Auf der ganzen Welt stellen Baumpfleger ihr Können und ihr Berufssportlertum bei Wettkämpfen unter Beweis. Kiah Martin zählt zu den besten Baumpflegern der Welt, und ihre Erfolgsbilanz spricht dabei für sich. Sie hat bereits zahlreiche Preise gewonnen oder erhalten. Darunter finden sich die International Tree Climbing Championship (ITCC), die Asia Pacific Tree Climbing Championship (APTCC) und die Australian Tree Climbing Championship (ATCC).

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