Samstag, 14. Januar 2017

Vier Fenster für einen Banktresor

Früher stapelten sich die Gold-Barren bis zur Decke, wurde das Papiergeld palettenweise transportiert. Dementsprechend dimensioniert sind Wände und Decken des doppelstöckigen Tresorraums der früheren Landeszentralbank-Außenstelle im schwäbischen Aalen. Und dementsprech-end diffizil ist es, beim Umbau des Bürokomplexes vier Fenster in diese insgesamt knapp zwei Meter starken Tresorwände zu sägen. Was Jan Eckert aber nicht abschreckt: „Uns holt man immer dann, wenn‘s richtig schwierig ist, wenn keiner die Arbeit machen will oder kann«,sagt der Betonbohr- und Sägespezialist aus dem fränkischen Simmelsdorf bei Lauf. Zum Einsatz kommen dabei auch die Wandsägen WS 482 HF und WS 220 sowie der neue Power Pack PP 490 von Husqvarna Construction Products und Diagrip2-Sägeblätter vom Typ 1405 und 1410 mit einem Durchmesser von 600 bis 2000 mm – und zwar in einer ziemlichen Anzahl.

Eine ganz besondere Herausforderung

Es sind schon ganz besondere Herausforderungen, die Jan Eckert und seine Mitarbeiter auf dieser Baustelle bewältigen müssen. Das 1998 für 36 Millionen Mark neu gebaute Gebäude mit einer Nutzfläche von rund 4000 m2 und den zwei insgesamt 285 m2 großen Tresorräumen diente der Landeszentralbank (LZB) unter anderem dafür, im Zuge der Euro-Einführung Banken im Umkreis von rund 200 Kilometern mit Bargeld zu  versorgen. Nach der Schließung der LZB-Filiale und der Nutzung durch verschiedene Unternehmen wird im kommenden Jahr die Bundespolizei das Gebäude beziehen. Und diese benötigt in den beiden Tresorräumen der eine im Erdgeschoss, der anderen im ersten Stock – Tageslicht. Weshalb Jan Eckert für vier Fenster vier Öffnungen schaffen muss: zweimal in einer Breite von sieben und einer Höhe von drei Metern, zweimal in einer Breite von vier und einer Höhe von drei Metern. Und das ist alles andere als einfach.

Test von neuen Trennscheiben Typ für Wandsägen.

Weil aber auch eine Diagrip2-Diamanttrennscheibe immer noch verbessert werden kann, nutzte Husqvarna diese Tresor-Baustelle dafür, um mit der vom neuen Power Pack PP 490 angetriebenen Hochfrequenz- Wandsäge WS 482 HF ein komplett neu konstruiertes 800er Blatt auf Herz und Nieren zu testen. »Wir haben in enger Abstimmung mit der Zentrale in Schweden eine spezielle Rezeptur für die Segmente entwickelt und zudem die Geometrie verändert«, so Lukas Rettenbacher, Husqvarna-Produktspezialist für  Diamant- werkzeuge und als solcher für die Märkte Deutschland und Österreich zuständig. »Ziel ist es, die  Standfestig-keit des Werkzeugs vor allem beim Einsatz im extrem harten Beton zu erhöhen, dabei aber nicht an Geschwindigkeit zu verlieren.« Der Test im Tresor verlief jedenfalls positiv. »Die Standzeit konnte ungefähr um den Faktor drei und damit wesentlich verbessert werden«, sagt Lukas Rettenbacher, der zusammen mit seinen Husqvarna-Kollegen Cristian Kraft (Marketing) und Stefan Seehofer (Gebietsverkaufsleiter) die Test-Vorführung im Tresorraum vorbereitet hatte. »Bei uns ist der Produktspezialist die Schnittstelle zwischen Hersteller und Kunde«, betont Cristian Kraft. »Wenn unsere Fachleute auf einer solchen Baustelle wie dieser hier in Aalen Erfahrungen sammeln und die Werte an die zentrale Entwicklungsabteilung weitergeben, kommt das schlussendlich natürlich allen unseren Kunden zu gute.

Zu denen gehört auch Jan Eckert, der von Husqvarna die kleine Wandsäge WS 220, die Ringsäge K 6500 und den Trennschleifer K6500 nutzt sowie nahezu ausschließlich mit Husqvarna-Diamanttrennscheiben arbeitet. "Oberste Priorität hat für mich die Geschwindigkeit", sagt der 35-Jährige, "die Maschinen und die Werkzeuge müssen einfach laufen. Denn wir arbeiten grundsätzlich extrem schnell und sind auch deshalb so erfolgreich."  Weshalb für ihn der neue PP 490 Power Pack durchaus ein Thema ist – auch weil dieses mit einer kabellosen Fernsteuerung ausgestatteten Aggregat mit 20 kW eine ziemlich hohe Leistung bietet und mehrere Geräte, wie Trennschleifer oder Bohrmotor betreiben kann. "Modularität und Flexibilität sind immer ein Vorteil."