Freitag, 24. Juni 2016

Der richtige »Schliff« für Vettel, Hamilton, Rosberg und Co

Wenn im Sommer beim »Großen Preis von Deutschland« Sebastian Vettel, Lewis Hamilton oder Nico Rosberg in ihren Boliden über den Hockenheimring rasen, dann erstrahlen die Werbeslogans in den Auslaufzonen in neuem Glanz. Möglich gemacht hat das die neue ferngesteuerte Bodenschleifmaschine PG 820 RC von Husqvarna Construction Products, mit der die alten und manchmal zentimeterdicken Farbschichten exakt abgeschliffen wurden. Die Vorgabe dabei: Der äußerst empfindliche Belag der traditionsreichen Rennstrecke durfte auf keinen Fall beschädigt werden

5000 qm müssen bearbeitet werden.

Dass an dem Rennwochenende Ende Juli auch nur einer der Formel-1-Piloten einen Blick auf den Schriftzug eines Bankinstituts oder eines Mobilfunkanbieters in den diversen Auslaufzonen des Hockenheimrings werfen wird, ist nicht zu vermuten. Ganz anders ist das bei den Millionen von Fernsehzuschauern. Denn für die ist diese Art von Werbung in den Auslaufzonen der Rennstrecken gemacht – vor allem, wenn unzählige TV-Kameras die Renner von Vettel, Hamilton, Rosberg und Co. im Fokus haben, wie im berühmten »Motodrom« des Hockenheimrings.

Eine Fläche von insgesamt rund 5000 Quadratmetern wird bis Ende Juli mit der Husqvarna-Bodenschleifmaschine bearbeitet worden sein. »Da sollten wir dann schon fertig sein«, sagt Michael Vogel, Abteilungsleiter der Streckenmeisterei am Hockenheimring, der zusammen mit seinem Kollegen Robert Wolfbeisz seit dem vergangenen Sommer die verschiedenen Auslaufzonen abschleift. Dass das so lange dauert, hat seine Gründe. »Wir können schließlich nur dann arbeiten, wenn keine Rennen gefahren werden. Weil das im Sommer schon ab 9 Uhr morgens der Fall, können wir gerade einmal drei Stunden am Tag schleifen, wenn wir um 6 Uhr anfangen«, sagt Michael Vogel. Und auch das Wetter müsse passen, »denn bei Regen geht gar nichts

Reinigen mit Hochdruck ist nicht die Lösung gewesen

Der Grund für diese Maßnahme auf der insgesamt 4574 Meter langen Rennstrecke mit ihren elf Rechts- und sechs Linkskurven ist leicht erklärbar. »In den zurückliegenden Jahren hat man die Werbung einfach immer nur über die alte gepinselt. So kam Farbschicht um Farbschicht hinzu, bis diese zu dick geworden ist und so den Rennbetrieb beeinträchtigt hat«, sagt Michael Vogel. Das Problem dabei war: Niemand wusste genau, mit was für einer Art Maschine die alten Farbschichten entfernt werden können, ohne dass der Belag Schaden nimmt.

»Das mit einem Hochdruckreiniger zu machen, funktioniert zwar«, so Michael Vogel. »Aber dadurch wird die Asphaltschicht porös und nimmt Wasser auf. Es bilden sich mit der Zeit Risse und die Strecke wird nachhaltig beschädigt.« Die zündende Idee kam ihm beim Dragster—Rennen. Das sind diese Höllengeräte mit bis zu 6000 PS starken Motoren, die aus dem Stand heraus mit durchdrehenden Reifen über eine Achtel- oder Viertelmeile beschleunigt werden. »Für die muss die Strecke ganz fein abgeschliffen werden. Und wenn die Rennen vorbei sind, muss der Asphalt von den Gummiresten der durchdrehenden Reifen gesäubert werden«, sagt Michael Vogel. »Und nach einem Dragster—Rennen ist das schon eine ganze Menge Gummi.«

Diese Arbeit übernahm eine Husqvarna-Bodenschleifmaschine vom Typ PG 450, die von der Streckenmeisterei beim Husqvarna-Händler ZWO Baumaschinen-Service GmbH im benachbarten Oberhausen-Rheinhausen nach diversen Tests erworben worden war. »Weil das mit dem Gummiabschleifen so wunderbar geklappt hat«, so Michael Vogel, »haben wir uns gesagt: Das müsste doch auch bei der Farbe in den Auslaufzonen funktionieren.« Nach erneuten Tests und einer ausführlichen Beratungen durch ZWO-Verkaufsleiter Walter Klettke und dessen Außendienstmitarbeiter Alexander Wippler-Wagner entschied man sich schließlich für das neue Top-Modell unter den Bodenschleifmaschinen von Husqvarna: die PG 820 RC mit Fernsteuerung.

Hohe Flächenleistung und leichte Bedienung. Die PG 820 RC war die richtige Wahl

Mit ihrer Schleifbreite von 820 mm und dank des hohen Schleifdrucks von 290 kg bietet die PG 820 RC aber nicht nur eine hohe Flächenleistung. Die patentierte und für ein gleichbleibendes Schleifbild sorgende Dual Drive Technology ermöglicht es auch, die Drehzahl oder die Richtung des Planetenschleifkopfs oder der Satellitenschleifköpfe individuell zu steuern. Daraus ergeben sich eine Unmenge an Drehzahl- und Richtungskombinationen, wodurch die Maschine optimal eingestellt werden kann und so ein vergleichsweise extrem großes Einsatzspektrum bietet.

Darüber hinaus erhöht die Fernbedienung nicht nur die Produktivität, sondern sie garantiert auch ein ergonomisches Arbeiten, da der Bediener nicht mehr den Vibrationen oder Druckbelastungen ausgesetzt ist. »Wir sind mit der Leistung der Maschine sehr zufrieden, sagt Peter Vogel, der die PG 820 RC selbst bedient. »Die Funkfernsteuerung erleichtert das Arbeiten wirklich ungemein, vor allem bei diesen großen Flächen.«

Auch dass die Maschine so vielseitig einsetzbar sei, habe viele Vorteile, betont Michael Vogel. So werde an manchen Stellen des Hockenheimrings auch der Kunstrasen neu verlegt, und dafür müsse der alte Klebstoff abgeschliffen werden. Was die Auswahl der Werkzeuge betrifft, holt sich Michael Vogel immer wieder Tipps beim Husqvarna-Händler ZWO Baumaschinen-Service GmbH oder beim Husqvarna-Produktspezialisten Karl-Heinz Butz. Der bundesweit anerkannte Experte fürs Bodenschleifen reiste schon mehrmals zur Einweisung ins nordbadische Hockenheim, ist doch die Baustellenbetreuung auf einer Fomel-1-Rennstrecke auch für ihn etwas Besonderes.

»Wir haben wirklich lange nach der richtigen Maschine für diese Arbeiten gesucht«, sagt Michael Vogel. »Oberste Priorität hatte dabei immer: Der sehr empfindliche Rennbelag darf auf keinen Fall beschädigt werden. Und das bekommen wir mit der PG 820 RC bestens hin!«